Kanaren

Die Kanaren

Urlaubsparadies im Zentralatlantik

Die Kanaren - Urlaubsziel für Millionen

Die Kanarischen Inseln, oder kurz Kanaren, sind eine Inselgruppe welche politisch zu Spanien und geologisch zu Afrika gehört und sich aus sieben Inseln zusammensetzt. Die Kanareninseln, von groß nach klein, sind Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Das spanische Festland liegt ca. 1.300 km entfernt, wohingegen die Küste Marokkos nur 100 – 500 km entfernt liegt. Alle Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und gelten noch heute als aktiv. Der letzte Ausbruch eines Vulkans auf den Kanarischen Inseln, war im Jahr 1971 auf der Insel La Palma. Die Kanaren wurden innerhalb eines Jahrhunderts, Anfang bis Ende des 15. Jahrhunderts, unter die Herrschaft der damals noch kastilischen Krone gezwungen. Die Eroberer vermischten sich mit den Guanchen wodurch diese als eigene Ethnie, über die Jahre, ausstarben. Die Spanier konnten seit der Eroberung der Kanarischen Inseln die Oberhand über die Inseln wahren. Trotz mehrerer kriegerischer Konflikte mit Portugal und besonders intensiv mit England, welche mehrfach versuchten die Kontrolle über die Kanaren zu erlangen. Der Grund für das rege Interesse an den Kanarischen Insel ist deren gute Lage im Atlantik. Die Spanier und freundlich gesinnte Händler nutzten die einzelnen Kanareninseln, wie z.B. Teneriffa und Gran Canaria, welche über gut ausgebaute Hafen- und Fortanlagen verfügten, um zu handeln oder ihre Vorräte für die Amerikaroute aufzufüllen.

Heute sind die Kanaren das Reiseziel für Millionen von Touristen. Je nachdem wie man seinen Urlaub verbringen möchte, ruhig oder laut, entspannend oder aufregend, überzeugt jede Insel der Kanaren mit seinen ganz eigenen Reizen. Auch wenn die Inseln vieles gemeinsam haben, haben sie doch alle ihre Eigenarten, was sie damit einzigartig macht. Dies zeigt z.B. der eintausend Jahre alte Brombeerwald auf der Kanareninsel La Gomera welcher zum Nationalpark Garajonay gehört. Es ist wenig verwunderlich dass die UNESCO diverse Gebiete, oder gar ganze Kanaren, zu Biosphärenreservate erklärt hat. Die Natur die in diesen Reservaten vorkommt ist auf der Welt einzigartig und wird besonders geschützt. Die gesamte Kanareninsel Teneriffa ist ein Lichtschutzgebiet. Grund hierfür ist die Art des Blickes den man von der Insel auf die Sterne hat. So findet man auf Teneriffa das Observatario del Teide welches zur Europäischen Nordsternwarte gehört. Es empfiehlt sich, bei Möglichkeit, die Sterne auf Teneriffa am Pico del Teide zu bebachten. Der Himmel ist meistens klar und die Sterne sehr deutlich zu erkennen, was für unvergessliche Erinnerungen sorgt.  

Gran Canaria

Gran Canaria ist die dritt größte Insel der Kanaren, nach Teneriffa und Fuerteventura und wird von ca. 850.000 Menschen bewohnt. Gran Canaria verfügt über eine Fläche von 1.560,1 km² und die Inselhauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Auf dieser Kanareninsel verhält es sich mit dem Tourismus ähnlich wie auf Teneriffa. Der Süden Gran Canarias ist vom Massentourismus geprägt, wohingegen der Norden mehr als Ziel für den Tagestourismus auftritt. Gran Canaria ist jährlich das Urlaubsziel für Millionen und Gründe hierfür gibt es genügend. Die Kanaren Insel wird nicht nur von Touristen besucht, die Sightseeing und Erholung suchen, im Gegenteil, denn die Insel ist bei FKKlern äußerst beliebt. Grund hierfür ist die im Süden Gran Canarias befindliche Sandlandschaft Maspalomas welche sich über eine Fläche von vier Quadratkilometern erstreckt. Die dort befindlichen Berge aus Kalksand sind bis zu 20 m hoch und bieten einen tollen Ausblick auf das Meer. Die Insel hat eine Küstenlänge von 236 Kilometern und davon sind 60 Kilometer Strand. Mit dieser Menge an Stränden findet jeder sein Plätzchen am Strand, wo er Erholung und Entspannung findet. Natürlich findet sich da auch ein breites Angebot für Wasseraktivitäten von Surfen, egal ob Wind- oder Kitesurfen, bis zum Tauchen oder Segeln. Wem das nicht zusagt der kann sich auch anders betätigen. Wanderer kommen auch ihre Kosten. Ähnlich wie auf den anderen Kanarischen Inseln finden sich hier zahlreiche Wanderwege durch die prähistorischen Wälder, Vulkanlandschaften, tiefe Schluchten die sich in den wenigen Regentagen der Kanaren mit Wasser füllen und zu reißerischen Flüssen werden die ins Meer münden. In bewohnten Gegenden, wo solche Schluchten gefährlich für den Menschen werden könnten, wurden diese ausgebaut und befestigt. Der Norden der Insel ist weniger durch den Tourismus geprägt, so dass man hier altertümliche, typisch kanarisch gebaute Gebäude findet. Die Kanaren Insel Gran Canaria wird wegen ihrer vielen Facetten auch der Miniaturkontinent genannt. Nicht ohne Grund, verfügt die Insel über 16 verschiedene Miniklimazonen so dass der Teile der Insel besonders bei Menschen mit Atemwegserkrankungen besucht wird. Die dritt größte Kanarische Insel überzeugt mit ihrer Vielfalt an Flora und Fauna, sowie den schönen und teils historischen Dörfern und dem breiten Angebot an Freizeitaktivitäten.

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Fuerteventura

Fuerteventura ist die zweit größte Insel der Kanaren, nach Teneriffa, mit einer Fläche von 1.660 km² und Heimat von ca. 109.000 Einwohnern. Die Inselhauptstadt ist Puerto del Rosario. Bekannt ist Fuerteventura für vielerlei Dinge wie z.B. die guten Wetterverhältnisse im Osten der Insel, ideal für Windsurfer und Wassersportler. Doch nicht nur die Sportler kommen auf ihre Kosten. Die Insel verfügt über mehr als 150 km Strand, was ihr den Beinamen „Strand der Kanarischen Inseln“ gab. Wer sich lieber bewegen und dabei was erleben möchte der kann auf Fuerteventura, wie auf den anderen sechs Kanarischen Inseln, wandern und das Facettenreiche Gesicht der Insel kennen lernen. Dieses Reicht von malerischen Sandstränden bis hin zu mondähnlichen Landschaften. Diese Vulkanlandschaften veranlasste die UNESCO dazu dieses Gebiet im Jahre 2009 zum Biosphärenreservat zu erklären. Wer bei seinem Ausflug in die Natur auch noch Tiere sehen möchte, hat dazu im Oasis Parque die Möglichkeit. Hierbei handelt es sich um einen ca. 800.000 m² großen Freizeitpark welcher Heimat von rund 3.000 Tieren ist und über einen in Europa einzigartigen botanischen Garten verfügt. Der Oasis Parque ist bekannt für seine Shows mit Greifvögeln, Papageien, Reptilien und anderen Tieren, sowie die Möglichkeit z.B. mit einem Seelöwen zu schwimmen. Die Insel ist darüber hinaus für seinen Käse bekannt. Käseliebhaber kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Sonnenanbeter, jedoch ist Ziegenkäse nicht für jeden Geschmack geeignet. Die zweit größte Kanarische Insel wird überwiegend von Menschen besucht, welche sich an einem der zahlreichen Strände erholen und Sonne tanken möchten. Doch ebenso fündig werden Naturliebhaber, Familien, Paare, Wanderer kurz um, auf Fuerteventura, der zweit größten Insel der Kanaren, findet jeder was er sucht.

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Lanzarote

Lanzarote ist die viert größte Insel der Kanaren mit einer Fläche von 845,94 km² und ist Heimat von ca. 142.000 Einwohnern. Lanzarote wurde als erste, vollständige Insel der Kanaren von der UNESCO, im Jahre 1993, zum Biosphärenreservat erklärt. Wenn man über Lanzarote informieren möchte, kommt man nicht an dessen berühmtesten Kind vorbei. Die Rede ist von dem Künstler César Manrique, welcher von 1919 bis 1992 lebte und entscheidend zum heutigen Erscheinungsbild der Kanaren Insel beitrug. Unter anderem erreichte er, das auf der Insel kein Gebäude höher als drei Stockwerke sein dürfe. Dieses Gesetz findet in den heutigen Tourismushochburgen der Insel wenig Anwendung, so dass nun doch höher gebaut wird um weitere Kapazitäten zu schaffen. Das wirken des Künstlers ist auf der ganzen Kanaren Insel zu sehen. Überall finden sich Kunstwerke des verstorbenen Künstlers egal ob in Straßen, Gebäuden oder der Natur selbst. Bekannt ist die Insel auch für seinen Wein. Kein Wunder, ist der Boden der Insel vulkanischen Ursprungs. Wie alle Kanarischen Inseln ist auch Lanzarote vulkanischen Ursprungs. Im Timanfaya Nationalpark hat man die Möglichkeit die Feuerberge, im spanischen Montanas del Fuego, zu besuchen. In manchen Abschnitten des Parks ist die unterirdische Hitze des Timanfaya Vulkans hoch genug um z.B. einen Heuballen zu entzünden. Es gibt auch ein Restaurant in welchem die Hitze des Vulkans zum Grillen genutzt wird. Neben der Hitze des Vulkans gibt es auch Strände sowie das Wahrzeichen der Insel. Die farbenfrohen Vulkanfelder die je nach Wetterverhältnisse ihre Farben von Ocker bis Schwarz ändern. Diese sind schon beim Landeanflug sichtbar. Des Weiteren ist die Insel für ihren guten Wein und die langen Tage bekannt. Da ist es wenig verwunderlich, dass viele Sportler ihre Trainingslager auf der Kanaren Insel errichten. Der Tourismus ist auf Lanzarote gut etabliert, ähnlich wie auf den anderen Kanarischen Inseln, so das sich dem Touristen viele Attraktionen und Angebote auftun.

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La Gomera

La Gomera ist die zweit kleinste Insel der Kanaren. Die Kanareninsel hat eine Fläche von 369,76 km² und ist Heimat von ca. 21.000 Einwohnern. Dennoch birgt die Insel ein Potential das an jenes der größten Kanareninsel, Teneriffa, heranreicht. Zumindest was die Natur angeht. Denn die Kanareninsel wurde eben wegen dieser, im Jahre 2011, von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, elf Jahre nach der kleinsten Kanareninsel El Hierro. Das wohl bekannteste Beispiel, für die Natur der Kanaren, ist der wohl 1.000 Jahre alte Lorbeerwald im Garajonay Nationalpark. Der Nationalpark bedeckt 10% der Insel La Gomera. Darüber hinaus gibt es auf der Kanareninsel 650 km Wanderweg, welche einen zu Höhlen, Vulkanlandschaften, Wäldern und Stränden führen. Bekannt ist die Insel auch für seine natürlichen Höhlen die früher von den Ureinwohnern der Insel, den Guanchen, als Lebensraum genutzt wurden. Heute werden sie von Gesellschaftsaussteigern als Bleibe benutzt, zum Teil mit der Hippikultur vergleichbar. Der Massentourismus ist auf La Gomera noch nicht vertreten, anders als z.B. in Teneriffas Süden. Es existieren Hotels auf der Insel, jedoch wird die Insel größtenteils von Schiffen der Fährhäfen der Nachbarinseln angesteuert und ist somit mehr als Tagesziel etabliert. Der naheliegendste Nachbarfährhafen liegt in Teneriffa bei Los Cristianos und ist 38 Kilometer entfernt. Die Kanareninsel La Gomera hat noch eine Eigenart inne, die man nirgendwo anders auf der Welt findet. Die Rede ist hier von der Eingeborenen Pfeifsprache Silbo Gomero, welche bis heute als Pflichtfach in den Schulen der Kanareninsel unterrichtet wird. Die Ureinwohner der Insel waren so in der Lage sich auf bis zu zehn Kilometer Entfernung zu „unterhalten“. So konnten sie sich gegen Piratenangriffe und sogar die Spanier selbst, lange Zeit verteidigen. Die Sprache wurde im Jahre 1982 von der UNESCO auf die Liste der zu schützenden Weltkulturgüter gesetzt. Die zweit kleinste Kanareninsel La Gomera empfiehlt sich für Touristen die der Natur nahe sein möchten und dabei in Bewegung bleiben möchten. 

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La Palma

La Palma ist die dritt kleinste Insel der Kanaren mit einer Fläche von 708 km² und ist Heimat von ca. 81.000 Menschen. Die Kanareninsel ist weniger touristisch erschlossen als z.B. Teneriffa oder Gran Canaria. Dennoch weiß La Palma, vollständiger Name lautet La Isle de San Miguel de La Palma, zu überzeugen. Bekannt ist die Insel, ebenso wie einige andere Kanarische Inseln, für ihre Natur und Wanderwege. Die Insel verfügt über 1.000 km Wanderwege, welche durch Täler, Schluchten, an Wasserfällen und riesigen Wäldern vorbeiführen. Ganz zu schweigen von den Parks, Naturdenkmälern, geschützten Landschaften und dem Artenschutzgebiet. Wie man sieht, steht die Natur im Mittelpunkt der Kanareninsel La Palma. Wenig verwunderlich ist da auch dass die UNESCO die Insel in ihrer Gesamtheit im Jahre 2002 zum Biosphärenreservat erklärt hat. Doch nicht nur am Boden, oder im Wasser, hat die dritt kleinste Kanaren Insel anschauliches zu bieten. La Palma ist dafür bekannt, dass der Himmel gänzlich von künstlichem Licht befreit und damit unverfälscht sichtbar ist. Auf Grund dieser einzigartigen Bedingungen wurden diverse Sternwarten auf dem Berg Roque de los Muchachos in ca. 2.420 m Höhe errichtet. Man kann nächtliche Wanderungen und Sternbeobachtungstouren machen, welche meistens von Einheimischen angeboten werden. Die Hauptstadt dieser kleinen Kanaren Insel heißt, ähnlich wie die Hauptstadt Teneriffas, Santa Cruz de La Palma und ist wegen des nicht vorhandenen Massentourismus noch größtenteils kanarisch gehalten. Die Stadt überzeugt mit ihren unterschiedlich architektonischen Zonen von altertümlich bis ´60er Jahre Funktionsbetonbauten. Wer die Stadt besucht hat die Möglichkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wandeln.  Diese Kanarische Insel eignet sich für Menschen die Ruhe und Entspannung suchen. Mit der einzigartigen Natur und den zahlreichen Wanderwegen kann man sich körperlich betätigen und die Insel erkunden. Darüber hinaus verfügt die Insel über einige Strände und natürliche Meerwasserpools. Jeder der Ruhe und Entspannung sucht, wird auf der Kanaren Insel La Palma fündig.

 

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El Hierro

El Hierro ist die kleinste Insel der Kanaren. Mit einer Fläche von 268,71 km² und ca. 10.000 Einwohnern trägt die Kanareninsel den inoffiziellen Namen „die Vergessene“. Der Name trug im 19. Jahrhundert dazu bei, dass die Spanische Regierung genau diese Eigenschaft der kleinen Kanareninsel nutzt, um andersdenkende Militärs, Politiker und Freidenker zu verbannen. Und gerade dieser Faktor macht die Insel so attraktiv. Anders als z.B. in Teneriffas Süden, reiht sich hier nicht ein Hotel an das andere. Diese Insel besticht mit ihrem natürlichen Flair. Wenn man sich über die Kanareninsel bewegt, wechselt man stündlich in eine andere Welt, könnte man meinen. Denn El Hierro ist in seiner Flora und Faune so vielfältig wie die Landschaften abwechslungsreich sind. Ebenso vielfältig erweist sich die Natur unterhalb des Meeresspiegels. Die Unterwassernatur der Kanaren ist auf jeder Insel eine eigene. Die gesamte Insel steht im Zeichen des Naturtourismus. Das sieht man auch daran, dass die Insel sich zum Ziel gesetzt hat die „sauberste und grünste Insel der Welt“ zu werden. Theoretisch könnte El Hierro sich bereits über seine Wasser- und Windkrafterzeuger komplett versorgen, jedoch erlaubt dies ein Gesetz noch nicht da es als zu Riskant gilt, sich komplett von natürlichen Energiequellen abhängig zu machen. Daher investiert El Hierro, wie keine andere Insel der Kanaren, in Elektrofahrzeuge für den ÖPNV sowie Aufladestationen für Elektrofahrräder, unter anderem auch um die überschüssige erzeugte Energie zu verbrauchen. Die kleinste Insel der Kanaren empfiehlt sich nur für Touristen die Natur und Ruhe suchen. Es gibt keine Discos, Bars oder andere Annehmlichkeiten, wie man sie von den anderen Inseln der Kanaren gewohnt ist. Wer auf der Suche nach einzigartiger Natur und unvergesslichen Natureindrücken ist, der wird auf El Hierro fündig.

 

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