La Orotava

La Orotava

Geschichte zum Anfassen

Teneriffas größte Gemeinde

La Orotava ist eine Stadt sowie ein Gemeindegebiet und mit 206,78 km² Fläche die größte auf Teneriffa. Als größtes Gemeindegebiet der Insel Teneriffa grenzt La Orotava an 15 Nachbargemeinden an. Die Stadt befindet sich im Norden Teneriffas und befindet sich direkt neben Puerto de la Cruz. Bekannt ist La Orotava für seine historischen Gebäude und den historischen Stadtkern, welcher seit 1976 zum Historisch-künstlerisches Ensamble erklärt wurde.

La Orotava wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gegründet. Man datiert das Jahr 1504 als Gründungsjahr. Da das Land im Orotava-Tal seit jeher als sehr fruchtbar gilt, erhielten damals die engen Freunde und Verwandten des Eroberers der Insel Teneriffa, Alonso Fernández de Lugo, Landanteile. Ähnlich wie in La Laguna verliefen die Anfänge der Ansiedlung wirr und ohne Plan. Dies änderte sich bis der Kavallerie-Hauptmann Diego de Masa damit begann Grundstücke und Straßen abzustecken. Man errichtete Wasserleitungen, anfangs aus Holz dann aus Stein, die Wasser aus den 10km entfernten Bergen direkt in den Ortskern und auf die dahinter liegenden Felder lieferten. Das Wasser trieb auch eine Sägemühle und bis zu zwölf Gofiomühlen an. Auf den Feldern wurde neben Produkten zur Selbstversorgung, Zuckerrohr für den Export angebaut.

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Mitte des 17. Jahrhunderts konnte Zucker von Amerika billiger produziert und angeboten werden, worauf sich Teneriffa auf den Weinanbau verlagerte. Damit die produzierten Güter verschifft werden konnten, musste der Hafen von Puerto de La Orotava, dem heutigen Puerto de la Cruz, ausgebaut werden. Ein Mitglied des Inselrates, Antonio Franchi Lutzardo y Ponte del Castillo, begann 1603 damit Baugrundstücke, Plätze und Straßen abzustecken. Der Weinanbau und Handel brachte La Orotava großen Reichtum. So erhielt der Ort im Jahr 1648 von König Philipp IV. die Stadtrechte, entgegen der Forderung La Lagunas dies nicht zu tun. Nach dem Zuspruch der Stadtrechte etablierte sich eine Oligarchie der „Zwölf Familien“. Die Mitglieder dieser Familien waren, zum Teil, in den Markgrafstand erhobene Adlige, welche sich in militärischen Konflikten ausgezeichnet haben. Die Politik verlief zum Vorteil der Familien.

Die Stadt blieb von Naturkatastrophen bis zum Jahr 1704 unbeschadet. Dann brach der Vulkan bei Güímar aus, was mehrere Erdbeben zur Folge hatte. Die Hauptkirche Nuestra Señora de la Concepción wurde mehrfach beschädigt und jahrelang nur notdürftig repariert. Im Jahr 1768 begann man mit dem Neubau der Kirche. Das 18. Jahrhundert brachte noch mehr Probleme mit sich. Durch die anhaltenden kriegerischen Handlungen mit Portugal, aber besonders mit England, und einem Befall der Weinstauden durch die Reblaus, ging der Export von Weingütern stark zurück und der Handel brach ein. Ein kurzer wirtschaftlicher Aufschwung kam mit der Entdeckung der Anilin-Farbe (Indigo), gegen Ende des 19. Jahrhunderts, welcher aber nicht lange anhielt.

Ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte La Orotavas stellt der erste Besuch eines regierenden spanischen Königs durch Alfons XIII. im Jahre 1906 dar. Dies war der erste Besuch eines regierenden Königs auf Teneriffa. Im Zuge seines Besuches gewährte er der Stadt das noch heute verwendete Stadtwappen und gab ihr den Titel „sehr getreue und vornehme Stadt“, in span. „Muy Noble y Leal Villa“. Um die Wirtschaft wieder aufleben zu lassen kehrte die Landwirtschaft wieder zum Anbau von Bananen zurück, was ein wenig Erholung brachte. Mitte des 20. Jahrhunderts brachte der Tourismus einen wirtschaftlichen Aufschwung und die Region erholte sich.

Heute präsentiert sich La Orotava als kulturelle Sehenswürdigkeit. Mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden und dem historischen Ortskern wurde die Innenstadt im Februar 2005 durch einen Erlass der Regierung der Autonomen Region der Kanarischen Inseln als Geschichtliche Einheit von kultureller Bedeutung unter Schutz gestellt.

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